|
Werbung:
|
The Weavers / Pete Seeger
Die Alben (Empfehlungen):
- The Weavers At Carnegie Hall (Vanguard, 1961)
- Pete Seeger's Greatest Hits (Columbia, 1967)
Schon vor dem Zweiten Weltkrieg war Peter R. Seeger gemeinsam mit Woody Guthrie ein Mitglied der Folk-Gruppe The Almanac Singers gewesen - zehn Jahre bevor er diese Musik mit The Weavers bei einem Millionenpublikum bekannt machen sollte.
Der Sänger und Gitarrist wurde 1919 in New York City, als Sohn des Musikwissenschaftlers Charles Seeger, geboren. Nach seinem Schulabschluss arbeitete er zusammen mit Alan Lomax an dessen Sammlung für die Library Of Congress. Immer auf der Suche nach den verschiedenen Formen nordamerikanischer Volksmusik, zog Seeger dabei sogar einige Zeit selbst als Hobo durch das Land.
Später besuchte er die Harvard University und leistete während des Weltkriegs seinen Militärdienst. Durch Lomax lernte er Woody Guthrie kennen und freundete sich mit ihm an. Beide verband der Traum, dass Musik auch politisch Einfluss haben könne.
Nachdem sich die Wege der beiden professionell wieder trennten, gründete Seeger 1948 zusammen mit Sängerin Veronica "Ronnie" Gilbert, Lee Hays und Fred Hellerman die Weavers.
Die Band löste mit ihren Aufnahmen für Decca einen neuen Folk-Booms aus. Aus Angst vor der mangelnden Attraktivität ihres Repertoirs aus klassischen Volksliedern und Eigenkompositionen mit sozialkritischen Untertönen, hatte man sie zusammen mit Gordon Jenkins und seinem Orchester ins Studio geschickt. Diese Kombination brachte den Erfolg. Ihre zweite Platte, mit "Tzena, Tzena, Tzena" und ihrer Fassung von Leadbellys "Goodnight Irene", war 1950 ein überwältigender Erfolg.
Sie hatten weitere Hits ("On Top Of Old Smoky", 1951), doch wegen ihrer politischen Einstellung wurde die Gruppe bald auf die "schwarze Liste" gesetzt. Decca bekam wegen des politischen Drucks kalte Füße und ließ sie fallen. Jeder, der ihnen die Möglichkeit zu Plattenaufnahmen oder Konzerten gab, musste nun damit rechnen, es ebenfalls mit dem Senatsausschuss zur Untersuchung unamerikanischer Umtriebe (The House Un-American Activities Comitee) zu tun zu bekommen. Vor allem Senator Joseph Raymond McCarthy (1908-1957) glaubte, mit dem Arbeitsverbot und der Verfolgung linksgerichteter Künstler, die drohende Unterwanderung Amerikas durch Kommunisten zu bekämpfen.
Als sich die Situation nach der politischen Paranoia der McCarthy-Ära etwas beruhigt hatte, kam die Gruppe 1955 wieder zu einem gefeierten Weihnachtskonzert in der New Yorker Carnegie Hall zusammen. Seeger trennte sich schließlich 1958 von der Band und nahm eine Reihe von einflussreichen Solo-Alben auf.
Im Lauf der Jahrzehnte kam es mehrmals zu einer Wiedervereinigung der Originalbesetzung. Als die tonangebebenden Vertreter in der Folkmusic hatten Joan Baez und Bob Dylan sie jedoch längst abgelöst.
Zu den Liedern, die Pete Seeger und die Weavers komponierten oder in ihrer Adaption einem breiten Publikum bekannt machten, gehören neben "We Shall Overcome", der großen Hymne der Bürgerrechtsbewegung, auch die Klassiker: "The Lion Sleeps Tonight (Wimoweh)" (unter anderem 1961 ein Hit für The Tokens), "If I Had A Hammer" (1962 ein Hit für Peter, Paul & Mary), "Where Have All The Flowers Gone?" (1962 ein Hit für das Kingston Trio), "Turn! Turn! Turn!" (1965 ein Hit für The Byrds), "The Wreck Of The Sloop John B" (1966 ein Hit für die Beach Boys) und "Guantanamera" (unter anderem 1966 ein Hit für The Sandpipers). |