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Robert Johnson (08.05.1911 - 16.08.1938)

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Robert Johnson wurde in seiner kurzen Lebens- und Schaffensphase nicht nur zu dem vielleicht einflussreichsten Musiker und Songschreiber des klassischen Delta Blues, sondern auch zu einem geheimnisumwitterten Mythos.
Nur wenige Fakten über Johnsons Leben sind bekannt. Er wurde 1911 in Hazelhurst, Mississippi als uneheliches Kind geboren und konzentrierte sich als junger Mann zunehmend auf den Blues, wie ihn Charley Patton und Son House spielten. Anfang der 30er Jahre entschloss sich Johnson dann endgültig, das scheinbar vorbestimmte Leben als Baumwollpflücker hinter sich zu lassen und professioneller Musiker zu werden.
Ehrgeizig arbeitete er an seinem Stil und tourte ausgiebig. Schließlich wurden seine Anstrengungen im November 1936 mit den ersten Plattenaufnahmen belohnt. Alle, heute von ihm bekannten und zu Klassikern gewordenen, Aufnahmen stammen aus nur drei dicht aufeinander folgenden Sessions. Die erste veröffentlichte Platte mit "Terraplane Blues" und "Kindhearted Woman" wurde zu einem Hit, was in den 30er Jahren jedoch nicht immer auch große Umsätze bedeutete.
Kurz vor seinem endgültigen Durchbruch in den bevölkerungsreichen Industriestädten des Nordens und einem geplanten Auftritt in der New Yorker Carnegie Hall starb Johnson dann jedoch, vermutlich am Konsum vergifteten Whiskeys und einer Lungenentzündung.
Wurde er nun umgebracht, weil er der Frau eines anderen zu nahe getreten war? Holten ihn die Dämonen, von denen er lange Zeit in seinen Träumen verfolgt worden sein soll, letztendlich ein? War es der Teufel, der sich als Preis für die, dem angeblich anfänglich nicht sonderlich talentierten Musiker, verliehenen Fähigkeiten, dessen Seele holte?
Nach seinem Tod wuchs Johnsons Bekanntheit und Ruhm ins beinahe Unermessliche. Er war nicht der erste berühmte Sänger und Gitarrist des Delta Blues aber zweifellos, durch seinen Einfluss auf nachfolgende Generationen, der bekannteste. Eric Clapton, seit jeher ein bekennender Fan, erfüllte sich noch 2004 einen Lebenstraum mit der Veröffentlichung seines Albums "Me And Mr. Johnson".