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Rick Nelson (08.05.1940-31.12.1985)

Die Hits von Rick Nelson (Auswahl)

Die Alben (Empfehlungen):

  • Ricky (Imperial, 1957) Wollen Sie diese CD kaufen?
  • Ricky Nelson (Imperial, 1958) Wollen Sie diese CD kaufen?
  • Ricky Sings Again (Imperial, 1959) Wollen Sie diese CD kaufen?
  • Songs By Ricky (Imperial, 1959) Wollen Sie diese CD kaufen?
  • Rick Is 21 (Imperial, 1961) Wollen Sie diese CD kaufen?
  • Garden Party (Decca, 1972)

Eric Hillard Nelson hat es heute in der Erinnerung an die Anfangstage des Rock 'N' Roll bedeutend schwerer als viele seiner Mitstreiter. Der Grund dafür liegt darin, dass er es damals wesentlich leichter hatte als sie.
Schon vor seiner ersten Plattenaufnahme war Nelson als "Ricky" ein Star. Zusammen mit seinen Eltern und seinem älteren Bruder war er Akteur in der wöchentlichen, zuerst im Radio und später im Fernsehen ausgestrahlten, Show The Adventures of Ozzie and Harriet.
Als Nelson dann mit der Musik begann, sah es für seine Kritiker so aus, als ob er mit seinen Platten nur eine neue Möglichkeit suchte, seine große Popularität zu Geld zu machen. Die wöchentliche Fernsehshow bot seinen Songs ein großes Publikum und einer Hitsingle folgte die nächste.
Trotz seines Images als Mädchenschwarm und netter Junge von nebenan, meinte er es aber mit der Musik durchaus ernst. Neben Elvis Presley, den Everly Brothers und den nachrückenden Teen-Idols etablierte sich auch Nelson als einer der wirklich großen Stars. Buddy Holly und Eddie Cochran wirkten im Vergleich dazu fast unbedeutend.
Sogar im Film überzeugte er, wie unter anderem 1959 an der Seite von John Wayne und Dean Martin in Howard Hawks Westernklassiker Rio Bravo.
Mitte der 60er Jahre brachen seine Erfolge dann ab. Im Zeitalter der Beatles gab es auch für Nelson keine Hitsingles mehr. 1966 wurde schließlich auch die Fernsehshow eingestellt.
Bereits 1963 hatte Nelson jedoch einen langjährigen Vertrag bei Decca unterschrieben. Zunächst nahm er deshalb etwas lustlos weitere Platten auf, feilte mit seiner Stone Canyon Band aber bald an einer neuen Form des Country-Rock.
Mit Bob Dylans "She Belongs To Me" hatte Nelson 1970 wieder einen Hit, wurde bei einem Rock-'N'-Roll-Revival in New Yorks Madison Square Garden jedoch vom Publikum förmlich von der Bühne gepfiffen. Seine neue Musik verprellte die Fans, die ein Aufleben alter Erinnerungen von ihm erwarteten.
Er weigerte sich standhaft diese Ansprüche zu erfüllen und griff die Erfahrung aus New York in "Garden Party" (1972) auf. Mit der Single und dem dazugehörigem Album feierte er ein erfolgreiches Comeback.
Konnte er sich kommerziell auch nicht auf diesem hohen Niveau halten, so hatte sich sein Ruf nach diesen Geschehnissen bei vielen Rockfans dennoch stark verbessert.
Auch wegen finanzieller Probleme war Nelson dann in den 70er und 80er Jahren häufig auf Tournee. Auf einer dieser Reisen stürzte er 1985, unterwegs zu einem Silvesterkonzert, mit seinem Flugzeug ab. Zusammen mit ihm starben bei diesem Unglück auch seine Verlobte und seine Band.

Zu Unrecht tritt Nelson heute in der Erinnerung an die Anfänge des Rock 'N' Roll oft hinter vielen seiner Zeitgenossen zurück. Gerne als eine Art Elvis-Imitat für junge Mädchen abgetan, war er dabei in Wirklichkeit stets mehr als ein gut aussehender Teenie-Schwarm, der nebenbei auch noch Platten aufnahm.