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Elvis Presley: Elvis Presley (RCA, 1956)
Personal: Elvis Presley, Chet Atkins, Bill Black, Scotty Moore, Floyd Cramer, D.J. Fontana, Johnny Bernero, Shorty Long
Blue Suede Shoes / I'm Counting On You / I Got A Woman / One-Sided Love Affair / I Love You Because / Just Because / Tutti Frutti / Trying To Get To You / I'm Gonna Sit Right Down And Cry (Over You) / I'll Never Let You Go (Little Darlin') / Blue Moon / Money Honey
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Als Elvis Presley am 10. Januar 1956 - zwei Tage nach seinem 21. Geburtstag - in den RCA-Studios in Nashville zur Arbeit erschien, konnte noch niemand ahnen, welchen Aufruhr diese Aufnahmen bald auf der ganzen Welt verursachen sollten. Der junge Mann hatte schon für einigen Wirbel in den Country-&-Western-Charts gesorgt, aber für die Meisten war er nur ein unbekannter Neuling.
Stücke wie Leon Paynes 1950er Country-Hit "I Love You Because" oder die Neuauflage von "Blue Moon" waren noch aus seiner Zeit bei Sun Records übrig geblieben. Bei RCA sollten nun noch eine echte Hit-Single und die fehlenden Zutaten für ein erfolgreiches Debut-Album entstehen. Damit das gelänge, standen Presley neben Scotty Moore, Bill Black und D.J. Fontana auch Chet Atkins und Floyd Cramer zur Seite. Nach zwei Tagen in Nashville und weiteren zwei Tagen in New York war die Aufgabe erfüllt. Elf neue Stücke waren im Kasten. "Heartbreak Hotel" wurde als Single veröffentlicht, die anderen - von Presleys Version des damals gerade aktuellen Carl Perkins Hits "Blue Suede Shoes", über Ray Charles' R&B-Hit "I Got A Woman", Little Richards "Tutti Frutti" bis zum 1953er Hit "Money Honey" der Drifters - landeten auf der LP.
Elvis Presley lieferte einen musikalischen Querschnitt durch die angeblich unvereinbaren Welten des schwarzen und weißen Amerikas. Im wirklichen Leben mochten die Afroamerikaner ja noch in gesonderte Schule und Waschräume abgesondert werden. Auf diesem Album war die Rassentrennung ein für alle Mal vorbei.
Künstlerisch war es nicht die beste Platte, die Elvis in seiner Karriere aufnehmen sollte. Es war das Erstlingswerk eines jungen Sängers, der damit unter Amerikas Teenagern ein wahre Revolution entfachen sollte. 1955/56 regierten in den amerikanischen Album-Charts Doris Day (Love Me Or Leave Me), Harry Belafonte (Belafonte) und Musical-Platten wie Oklahoma! und My Fair Lady. In diese Herrschaftsordnung platzte nun Elvis Presley und mit ihm begann sich die Jugendkultur langsam gegen die Welt der Erwachsenen zu behaupten.