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Little Richard (*05.12.1932)
Im Dezember 1932 erblickte mit Richard Wayne Penniman, in Macon, Georgia, eine der schillernsten Figuren der Popmusik das Licht der Welt.
Seine Musik verkörpert die heutigen Vorstellungen des frühen Rock 'N' Roll dabei vielleicht noch treffender als seine Zeitgenossen Bill Haley oder Fats Domino. Aber besonders sein Auftreten und seine ausgeprägte Vorliebe für ausgefallene Bühnengarderobe und Make-up hinterließen ihre Spuren in der Musikgeschichte.
Richard begann mit dem Klavierspielen und Chorsingen in der Kirche, doch seine Begeisterung für Musik stieß in seiner Familie nur auf wenig Gegenliebe. Mit 13 zog er von zu Hause aus und lebte bei einer weißen Pflegefamilie, die mehr Verständnis für seine musikalischen Interessen und seine Homosexualität zeigte.
Ein 1951, bei einem Talentwettbewerb, gewonnener Plattenvertrag bescherte ihm mit klassischem Rhythm & Blues noch keinen Erfolg. Nach beständiger, harter Arbeit in kleinen Nachtclubs, stieß schließlich doch eines seiner Demotapes bei Specialty Records auf Interesse. Die erste Single für das Label, "Tutti Frutti", brachte Richard und seiner Spielart des Rock 'N' Roll sofort den großen Durchbruch. Auch die kommenden Singles wurden zu großen Erfolgen, vorwiegend jedoch beim schwarzen R&B-Publikum.
Völlig unerwartet zog sich Richard Ende der 50er Jahre dann, angeblich einer göttlichen Eingebung folgend, aus der Musikbranche zurück. Er ließ sich zum Priester ausbilden und tauschte den Rock 'N' Roll gegen den Gospel ein.
Zahlreiche Comebackversuche für verschiedene Plattenfirmen waren nur mäßig erfolgreich. Seine 1984 veröffentlichte Autobiographie aber, mit recht schlüpfrigen Enthüllungen über die Anfangstage des Rock, sorgte in den 80ern - zusammen mit einigen Kino- und Fernsehauftritten - zwischenzeitlich wieder für starkes Interesse an Little Richard, einem der wahren Paradiesvögel der Rockmusik.
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