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Howlin' Wolf (10.06.1910 - 10.01.1976)

Die Alben (Empfehlungen):

  • The London Howlin' Wolf Sessions (Chess/MCA, 1971) Wollen Sie diese CD kaufen?
  • His Best (Chess/MCA, 1997) Wollen Sie diese CD kaufen?

Howlin' Wolf wurde als Chester Arthur Burnett in West Point, Mississippi geboren und sowohl stimmlich, als auch physisch gab es kaum je einen eindrucksvolleren Vertreter des Blues.
Er begann in seiner Jugend als Nachahmer von Charley Patton, und ließ sich dazu von Sonny Boy Williamson [II], dem Mann seiner Halbschwester, persönlich die Grundlagen des Mundharmonikaspiels beibringen.
Nach seinem Armeedienst wechselte Wolf zunächst in die Landwirtschaft, um sich dann jedoch immer ernsthafter mit der Musik zu beschäftigen. Ende der 40er Jahre hatte er sich durch seine Auftritte und eine eigene kleine Radiosendung in West Memphis, Arkansas zu einer lokalen Größe entwickelt. 1951 folgten die ersten Aufnahmen in Sam Phillips Memphis Recording Service. Schon kurz darauf fand er sich gleich mit zwei Titeln in den Charts wieder. Phillips hatte die Aufnahmen sowohl an die Inhaber von Modern Records, als auch an Chess verkauft. Letztere gewannen den Streit um die Exklusivrechte an dem Künstler. Wolf zog nach Chicago und entwickelte sich schnell zu einem sehr erfolgreichen Interpreten für Willie Dixons Songs.

The London Howlin' Wolf Sessions (Chess, 1971) Große Erfolge wurden seine Singles zwar nur selten, doch Anfang der 60er Jahre fanden sich, besonders in England, viele Neuinterpretationen seiner Aufnahmen. Die Bewunderung der Briten zeigte sich besonders 1971, als das künstlerisch nur mäßig, durch die Mitwirkung von Stars wie Eric Clapton, Steve Winwood, Bill Wyman und Charlie Watts jedoch sehr interessante Album "London Sessions" erschien.
Nach mehreren Herzinfarkten verschlechterte sich Wolfs Gesundheit im Laufe der 70er Jahre dann zunehmend. Er verstarb 1976, unvergessen als ein großer Vertreter des Chicago Blues und durch seine Selbstdefinition als "Three Hundred Pounds Of Joy".