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Hank Snow (09.05.1914 - 20.12.1999)
Der Gitarrist und Sänger Clarence Eugene Snow aus Liverpool, Nova Scotia war ab den 50er Jahren lange Zeit Kanadas berühmtester Vertreter der Countrymusic.
Als 12jähriger lief er, anscheinend von Großmutter und Stiefvater regelmäßig misshandelt, von zu Hause fort und ging zur Handelsmarine. Zurück in Halifax, entdeckte er einige Jahre später seine Leidenschaft für die Schallplatten von Jimmie Rodgers. Bald versuchte sich Snow selbst als Musiker und machte sich in der Hafenstadt einen Namen.
Durch seine eigenen Radiosendungen in Halifax, Moncton und Montreal - genauso wie durch seine Plattenaufnahmen für die kanadische Zweigstelle von RCA Victor - wurde er landesweit bekannt. Doch für eine wirklich große Karriere gab es nur einen Ort: Hank Snow zog es in die USA, nach Nashville, Tennessee.
In der Music Row angekommen, musste er zunächst feststellen, dass man nicht unbedingt auf ihn geartet hatte. Ob er in Kanada ein Star war oder nicht, spielte in Nashville keine Rolle.
Bei einem Auftritt in Texas freundete er sich dann mit Ernest Tubb an. Tubb legte bei der Grand Ole Opry ein gutes Wort für Snow ein. Der bekam daraufhin 1950 seinen ersten Auftritt und wurde bald regelmäßig für die Show engagiert. Auch RCA begann jetzt damit, seine Platten in den USA zu vertreiben. Seine Songs von Reisen und Eisenbahnen, großen Themen der amerikanischen Countrymusic und des Blues, wurden zu Hits.
So wie sich Tubb für Hank Snow eingesetzt hatte, brachte dieser dann 1954 Elvis Presley in die Grand Ole Opry. Der Auftritt war ein Misserfolg. Doch trotzdem war Snow davon überzeugt, dass dem jungen Sänger in der traditionellen Countrymusic eine große Karriere bevorstehe. Dann übernahm aber Colonel Tom Parker, ursprünglich Snows Geschäftspartner, Presleys Management und formte aus ihm den "King of Rock 'N' Roll".
Jenseits der Countrymusic blieben Snows Erfolg und Einfluss stets gering, doch seine Auftritte in der Grand Ole Opry waren beliebt und hielten ihn im Rampenlicht. 45 Jahre lang arbeitete er für seine Plattenfirma RCA Victor, bis diese sich Anfang der 80er Jahre schließlich von ihm trennte. Unzufrieden mit den modernen Formen der Countrymusic zog er sich aus dem Musikgeschäft zurück.
1994 veröffentlichte Hank Snow seine Autobiographie und trat 1996 noch ein letztes Mal in der Grand Ole Opry auf, bevor er schließlich im Alter von 85 Jahren verstarb. |