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George Jones (*12.09.1931)

Die Hits von George Jones (Auswahl)

Die Alben (Empfehlungen):

  • George Jones With Love (Musicor, 1971)
  • A Picture Of Me (Without You) (Musicor, 1972)
  • Nothing Ever Hurt Me (Half As Bad As Losing You) (Epic, 1973)
  • The Grand Tour (Epic, 1974)

Musikalisch begann George Jones in der Tradition von Hank Williams. Seine Musik waren der Honky-Tonk und der Rockabilly, weshalb er sich in den frühen Tagen seiner Karriere die Bühne des Louisiana Hayride sogar mit Elvis Presley teilte. Trotz dieser Anfänge etablierte sich, der oft als bester Sänger der Countrymusic bezeichnete, Jones aber nicht im Rock 'N' Roll oder Rockabilly - er wurde stattdessen für Jahrzehnte zu einem der größten Stars des Country & Western und zum maßgeblichen Interpreten der gefühlvollen Ballade.

Geboren wurde Jones in Saratoga, Texas. Mit 16 lief er von zuhause weg, sang für eine regionale Radiosendung und heiratete mit 19 zum ersten Mal. 1951 meldete er sich zum Militär. Statt jedoch in den Koreakrieg geschickt zu werden, konnte er seinen Dienst aber in einer kalifornischen Kaserne ableisten.
Nach seiner Entlassung wendete er sich wieder der Musik zu und wurde 1953 vom Produzenten Harold W. "Pappy" Daily entdeckt. Seine Singles für Starday Records wurden, auch durch eine Kooperation mit Mercury Records, immer erfolgreicher und Jones wurde für die Grand Ole Opry engagiert.
Keine seiner Platten schaffte den Sprung in die oberen Regionen des Popmarkts und doch wurde "White Lightning" (1959), aus der Feder von Jiles Perry "The Big Bopper" Richardson, zu einem seiner größten Hits. Mit dem noch erfolgreicheren "Tender Years" (1961) verlagerte sich der Schwerpunkt seiner Musik auf Balladen, große Arrangements und die glatte Produktion des Nashville-Sounds.
In den 60er Jahren arbeite Jones, neben seinen Solo-Platten, erfolgreich mit der Sängerin Melba Montgomery ("We Must Have Been Out Of Our Minds", 1963) zusammen. Gemeinsam mit seinem Produzenten Daily wechselte er von Starday-Mercury zu United Artists, um das Label wenig später wieder für Musicor zu verlassen.
Zu dieser Zeit lernte er Tammy Wynette ("Stand By Your Man", 1968) kennen. Die Beiden heirateten und wurden in der Öffentlichkeit schnell zum strahlenden Traumpaar der Countrymusic. In ihrem gemeinsamen Hit "The Ceremony" (1972) "erneuerten" sie dafür ihr Ehegelübde sogar via Schallplatte. Die Ehe hielt bis 1975, aber auch nach der Scheidung nahmen Jones und Wynette weiterhin zusammen Platten auf und tourten gemeinsam.

Die 70er Jahre waren für Jones künstlerisch und kommerziell sehr erfolgreich, aber seine Gesundheit litt. Neben seinem langjährigen, von ihm selbst und seiner Umwelt nicht unbedingt als "Problem" wahrgenommenen Alkoholismus, nahm er auch verstärkt Kokain. Er verpasste Konzerte und verschwand tagelang. Die Ausfälle gipfelten schließlich in einer Auto-Verfolgungsjagd, die sich der betrunkene Jones - vor laufenden Fernsehkameras - mit der Polizei in Nashville lieferte. 1983 begann er endlich mit einer Entziehungskur.
Seine Drogenprobleme hatten seinem Erfolg nicht geschadet, doch die 80er Jahre ließen die Chart-Platzierungen weniger werden. Nach Jahrzehnten in denen Jones den Mainstream der Countrymusic repräsentierte, hatte eine neue Generation den Sänger abgelöst.
1996 erschien seine Autobiographie und bereits drei Jahre später fiel er wieder durch einen Autounfall auf, den er alkoholisiert verschuldet hatte und bei dem er sich selbst schwer verletzte.