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Sir Cliff Richard (*14.10.1940)
Harry Rodger Webb wurde als Sohn britischer Eltern in Indien geboren und kam erst 1948 nach England.
Schon während der Schulzeit begann er in Gesangs- und später in Skiffle-Bands Musik zu machen. Webb änderte seinen Namen in Cliff Richard und bekam, zusammen mit seiner Begleitband The Drifters (nicht zu verwechseln mit der amerikanischen Band!), 1958 einen Plattenvertrag beim Columbia Label der Electric And Musical Idustries Ltd. (EMI).
Schnell wurde der junge Mann, der sich seinen Lebensunterhalt kurzzeitig auch als Hilfsbuchhalter verdient hatte, zum Idol der englischen Jugend.
Die Gitarristen Hank Marvin und Bruce Welch, Bassist Jet Harris und Schlagzeuger Tony Meehan wurden zu Richards neuer Band. Die Drifters wurden zu The Shadows, die neben ihrer Arbeit für Richard später auch zahlreiche eigene Instrumental-Hits haben und ihren eigenen Platz in den Geschichtsbüchern finden sollten.
Schon mit der ersten gemeinsamen Single "Move It" begann für Richard ein unglaublicher Siegeszug durch die Charts und Jugendzimmer der ganzen Welt. Im Vereinigten Königreich war er durch seine Platten und Filmrollen bald ein Star und auch das deutsche Publikum begeisterte er schnell mit Aufnahmen wie "Rote Lippen soll man küssen" (1964), "Sag No zu ihm" (1964) oder "Es könnte schon morgen sein" (1965). Neue Moden und die jungen englischen Bands der 60er Jahre schienen seinem Erfolg nichts anhaben zu können.
Seit dem Beginn seiner Karriere wirkte Richard stets sehr freundlich und brav. Dieses Image verstärkte sich in den 60er Jahren noch weiter, als er sich offensiv zum christlichen Glauben bekannte. Er bezog Stellung gegen Drogen, vorehelichen Sex und andere "Sünden", trat bei einer Veranstaltung des amerikanischen Fernsehpredigers Billy Graham auf und veröffentlichte ab diesem Zeitpunkt eine ganze Reihe christlicher Alben. Der Altersdurchschnitt bei seinen Fans stieg.
1968 und 1973 nahm Richard für Großbritannien am Grand Prix Eurovision teil. Mit dem Titel "Congratulations" erreichte er beim Gesangswettbewerb 1968 zwar nur den zweiten Platz, in den meisten Hitparaden jedoch die Spitzenposition.
Die Single "Devil Woman" brachte ihm 1976 schließlich sogar in den USA einen großen Erfolg, gehörte das Land dabei bis dahin doch zu den wenigen Regionen der Welt, die sich gegen seine Musik resistent gezeigt hatten.
Auch in den 80er und 90er Jahren setzte er seine Karriere erfolgreich fort. 1995 wurde er von der britischen Königin Elisabeth II. zum Ritter geschlagen und die Jahrtausendwende brachte für die Single "The Millenium Prayer" (1999) in seinem Heimatland wieder die Topposition der Charts.
Heute erfreut der Sänger seine Fans nicht mehr nur mit seiner Musik, sondern auch mit eigenem Wein, Parfum und der Möglichkeit in seinem Hotel in Manchester zu übernachten. |