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Buddy Holly (07.09.1936-03.02.1959)

Die Hits von Buddy Holly und The Crickets (Auswahl)

Die Alben (Empfehlungen):

  • The "Chirping" Crickets (Brunswick, 1957) Wollen Sie diese CD kaufen?
  • Buddy Holly (Coral, 1958) Wollen Sie diese CD kaufen?

Charles Hardin Holley wurde durch seine Musik und die Tragödie seines frühen Todes zu einer überlebensgroßen Ikone des Rock 'N' Roll, deren Ruhm sich sogar durch ein äußerst populäres Musical nicht ruinieren ließ.
Sein Aussehen und die unverwechselbare Brille ließen den jungen Mann aus Lubbock, Texas eigentlich eher wie jemanden erscheinen, der sich für Bücher interessierte, aber nicht unbedingt wie eine der einflussreichsten Gestalten der neueren Musikgeschichte.

The Chirping Crickets (Brunswick, 1957) Bereits in den späten 40er Jahren hatte Holly mit seinem Schulfreund Bob Montgomery ein Country-Duo gegründet und sich über eine regionale Fernsehsendung eine gewisse Bekanntheit erworben. Nachdem sich das Duo dann trennte, begannen Holly und seine neue Band The Crickets mit Aufnahmen für Decca.
Die Crickets bestanden aus Holly als Gitarristen und Sänger, Schlagzeuger Jerry Allison, Gitarrist Niki Sullivan und Bassist Joe B. Maudlin.
Weil - anders als bei Elvis Presley oder den Everly Brothers - das Countrymusic-Publikum mit ihnen jedoch wenig anzufangen wusste, taten sie sich mit dem großen Durchbruch anfänglich noch etwas schwer. Doch dann schlug die von Norman Petty produzierte Single "That'll Be The Day" 1957 plötzlich ein wie eine Bombe. Zusammen mit Ricky Nelson und Eddie Cochran waren sie die neuen Lieblinge der Teenager. Ihre Zielgruppe ging morgens noch zur High-School und den Soundtrack zur ersten Liebe lieferte ihnen Buddy Holly. Mochten die Everlys auch schonmal mit ihrer Freundin im Kino einschlafen, bei den Crickets war man immer pünktlich zu Hause.
Zusätzlich zu seinem Vertrag mit den Crickets bekam Holly einen eigenen Solovertrag bei Coral. Dort konnte er sich mit "Peggy Sue" bald auch unter seinem eigenen Namen in den Charts wieder finden. Trotz Solovertrags bestand seine Band aber auch bei diesen Aufnahmen weiterhin aus den Crickets. Erst 1958 ging er mit der Single "Heartbeat" gänzlich eigene Wege.

Buddy Holly (Coral, 1958) Weil im schnelllebigen US-Markt die Hits für Holly jetzt immer mehr ausblieben, erschien Anfang 1959 eine landesweite Tournee, mit ihm als Headliner, viel versprechend.
Tragischerweise stürzte das kleine Flugzeug, das Holly am 3. Februar von Mason City, Iowa zu seinem nächsten Auftritt bringen sollte, direkt nach dem Start ab. Holly starb bei dem Unglück. Und mit ihm auch der junge Ritchie Valens ("Donna", 1958 und "La Bamba", 1959) und Jiles Perry "The Big Bopper" Richardson ("Chantilly Lace", 1958), die ebenfalls in der Maschine saßen. Der spätere Country-Star, Waylon Jennings ("Luckenbach, Texas", 1977), zu diesem Zeitpunkt Hollys Bassist, entging der Tragödie. Er hatte sein Ticket an den Big Bopper abgetreten.

Nach seinem Tod setzte besonders in England ein großer Holly-Boom ein. Bis weit in die 60er hinein blieben seine Songs Stammgäste in den Charts. Dem Mythos und Einfluss des früh verstorbenen Musikers zollten seitdem viele Bewunderer und Nachahmer Tribut. Wegen Chuck Berry hatten viele junge Leute angefangen Gitarre zu spielen, aber besonders Holly hatte sie zum Schreiben ihrer eigenen Songs inspieriert. 1985 widmeten ihm Die Ärzte mit "Buddy Hollys Brille" einen Klassiker aus ihren Anfangstagen und zehn Jahre später ließen auch Weezer ihn auferstehen.